Freitag, 08.06. MusikTender

Markus Klohr – ein singender Grenzgänger

Seine Musik ist nie Mainstream, aber oft melancholisch; seine Texte sind oft politisch und öfter poetisch: der Liedermacher Markus Klohr ist ein Musiker, der stilistisch zwischen den Genres pendelt. Mal klingen seine Songs, als hätte Nick Drake beschlossen, Deutsch zu singen, mal sind Einflüsse von Hannes Wader oder Gerhard Gundermann zu hören. Aber immer gelten zwei Regeln: er braucht nur eine Gitarre (manchmal noch eine Mundharmonika oder eine Kazoo), um seine Songs darzubieten. Und: Markus Klohr schreibt (fast) ausschließlich auf Deutsch und lässt sich manchmal sogar zu Texten auf schwäbischer Mundart hinreißen, immerhin ist er genetisch Baden-Württemberger, aber stark durch Freunde mit (hochdeutschem!) Migrationshintergrund beeinflusst worden – das prägt! „Es ist viel leichter, auf Englisch zu singen und zu texten. Aber Texte auf Deutsch sind ehrlicher und authentischer“, sagt er.


Auch beruflich hat Markus Klohr schon einige Genres und Perspektiven erlebt. Rund 15 Jahre lang arbeitete der 42-Jährige für Tageszeitungen, zuletzt als Redakteur bei einer großen Regionalzeitung. Inzwischen hat er die Binnensicht von öffentlichen Behörden kennen gelernt. Nebenbei schreibt er Lieder und ist darüber hinaus noch Frankreich-Fan und Weinhändler. Seine Songs handeln vom Ausbruch aus alten Gewohnheiten („Kartenhaus“), von Umweltzerstörung durch unseren westlichen Lebenswandel („Erde im Kofferraum“), unserer Abhängigkeit von mobilen Endgeräten („Smartphone“), vom alltäglichen Wahnsinn in einer Behörde („180 Tage im Rathaus“) oder – klar! – von der Liebe („Nur ein Wort“).


Seine erste EP „Kartenhaus“ kann bei ihm direkt bestellt werden.
Das erste Album ist in Arbeit.

Im Netz findet man Hörproben unter www.markus-klohr.de
Kontakt: markus.klohr@gmx.de; 0176-53659228